Datenschutz – Datenschatz – Datenhoheit
Das war das Thema der erweiterten Schlussveranstaltung am 24. November 2016 in Berlin. Gastgebende der Veranstaltung war die BMW Stiftung Herbert Quandt in Berlin.



Den meisten Menschen geht es so, dass sie das Thema Datenschutz „nicht mehr hören“ können. Im Gegensatz dazu bekamen die Teilnehmer*innen des Abends mit den Bildern der verschiedenen PechaKucha Präsentationen inspirierende Impulse und einen neuen Blick auf „alte Mauern“. Aufgezeigt wurden auch die Chancen, die in Datenschätzen und Datenhoheit liegen.

Über Schneestürme und das Springen ins Dunkle



Philipp Otto ist Gründer und geschäftsführender Partner von iRights.Lab, Berlin. Seit vielen Jahren berät er Unternehmen, öffentliche Hand, Wissenschaft und Politik in Sachen Digitalisierung.

Auf die Frage nach der Notwendigkeit eines Digitalen Kodex kommt ein klares „Ja“. Der Weg dahin führt im dichten Treiben von Datenstürmen nur über das Machen, Erproben und Nacharbeiten. Unvermeidlich wird es sein, in mutigen Suchläufen zu testen, auch zu scheitern und zu revidieren. Denn starre Daten-schutzmechanismen blockieren notwendige Entwicklungen.


Vom Datenabfall zum Datenschatz



„One man’s trash is another man’s treasure“, das gilt nicht nur in der Liebe, sondern auch im Umgang mit Daten - so Christian Lautner, Co-Gründer Flying Health Incubator, Berlin. Allerdings ist das Unterfangen, die Datenmassen in sinnvolle und nutzbare Datencluster zu packen, die eigentliche Herausforderung. Und die Frage drängt sich auf, ob die jetzt gültigen Datenkategorien wie personenbezogene Daten, Sozialdaten etc. wirklich so sinnvoll haltbar sind.




Auch Prof. Dr. Arno Elmer von Innovation Health Partners, Berlin zeigte sich in seinem Beitrag „High Noon“ überzeugt, dass Innovationen Freiheit brauchen. Dafür gilt es im Besonderen die „goldenen Kälber“ im deutschen Gesundheitssystem zu schlachten, die das verhindern, was gesellschaftlich notwendig ist.





Eingebettet & Freigegeben



Dass digitalisierte Angebote immer in die bereits bestehende „analoge“ Versorgungslandschaft eingebunden werden, um Schutz und Schatz für die Versicherten bieten zu können, forderte Pramono Supantia, Leiter des Unternehmensbereichs Versorgung AOK Nordost, Potsdam mit seinen Bildern. Die AOK Nordost spricht nicht nur darüber, sondern lebt das bereits als Pionier in einigen Versorgungsprojekten.




Dr. Stephan Rau, Partner und Leiter Healthcare McDermott Will & Emery, München präsentierte das Thema: „Was kommt? EU-Datenschutz-Grundverordnung“.

Gesundheitsdaten bekommen berechtigterweise besonderen Schutz. Entscheidend ist die Einwilligung des Patienten: Er allein kann die Daten zur Verwendung freigeben. Die Einwilligung muss freiwillig, eindeutig und widerruflich erfolgen. Voraussetzung dafür ist, dass die Vertragsgestaltung transparenter und verständlicher wird.

Es moderierte die Diskussion Jens Naumann, Geschäftsführer, medatixx Bamberg, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Gesundheits-IT (bvitg) und Teilnehmer des Impact Programms 2012



Jens Naumann, Geschäftsführer, medatixx Bamberg, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Gesundheits-IT (bvitg) und Teilnehmer des Impact Programms 2012
Doris Steinkamp, tranSektoris Ansprechpartnerin Gesundheitsberufe, Teilnehmerin 2012







tranSektoris: Wirkungsorientierte Plattform für Leader & Teamplayer
Erkenntnisse und Erfahrungen aus einem Jahr der Weiterentwicklung stellte zum Schluss Dr. Renate Müller, Gründerin und Geschäftsführerin von tranSektoris - Leadership in Healthcare vor. tranSektoris besteht aus dem sektorenübergreifenden Impact Programm und dem Arbeitsnetzwerk tranSektoris FORUM.

Im Zentrum stehen gestaltungswillige Köpfe und Persönlichkeiten, Institutionen und Unternehmen, die wirkungsorientiert Versorgungsalltag gestalten wollen.






Bescheinigt: Sektorenübergreifendes Denken & Handeln



Bettina Brennecke, Mitglied der Geschäftsführung GlaxoSmithKline (GSK) Deutschland, übergab die Teilnahmebescheinigung an die Absolventen des Impact Programms 2016. GSK war Gastgebende des Impact Programms in 2012.


Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI), Institutionelles Mitglied im tranSektoris FORUM.



Rechts: Dr. Katja Gehrke, Geschäftsfeldleiterin Strategische Grundsatzfragen, BPI





„Alles Müller, oder was?“
Von links:
Dr. Olaf Müller, Geschäftsführer Carus Consilium Sachsen und tranSektoris Gastgebende 2016
Dr. Peter Müller, Stiftung Gesundheit Vorstandsvorsitzender und Institutionelles Mitglied im tranSektoris FORUM
Dr. Renate Müller, Gründerin und Geschäftsführerin von tranSektoris
Catherine Müller-Wenk, BMW-Stiftung, Institutionelles Mitglied im tranSektoris FORUM




Von links:
Dr. Michael Hübschen, Deutsche Telekom Healthcare, tranSektoris Referent 2016
Dr. Michael Meyer, Siemens AG Healthcare Vice President Health Policy, tranSektoris Gastgebende 2016 und Institutionelles Mitglied im tranSektoris FORUM

 


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