tranSektoris bei Siemens Healthineers in Erlangen
Siemens Healthineers heißt seit Frühjahr 2016 der traditionsreiche Siemens Medizintechnik Bereich. Dieser war Gastgebende des 3. Moduls des tranSektoris -Impact Programms.
Das Thema: Starke Versorgungspartner: Digitalisierte Prozesse, neue Entscheidungsstrukturen und Finanzierungsmodelle für mehr Patienten- und Bürgernutzen

Links: Dr. Michael Meyer, Vice President Health Policy Siemens Healthineers
Die Teilnehmer*innen begrüßte Dr. Michael Meyer, Vice President Health Policy Siemens Healthineers.
Dr. Wolfgang Kunstmann begleitete zunächst die Gruppe in das Hightech-Werk, in dem MRTs (Magnet-Resonanz-Tomographie Geräte) für Kunden in der ganzen Welt hergestellt werden. Das bot eine gute Möglichkeit, um ein erstes anschauliches „Gefühl“ zu entwickeln für die Komplexität des Modulthemas.


Mehr Partnerschaft für bessere Ergebnisse
In seinem Vortrag legte Dr. Michael Meyer dar, dass Siemens als größter Technologieanbieter für die Gesundheitsbranche noch stärker als bisher Pioniergeist und Ingenieurwissen für eine wertorientierte Gesundheitsversorgung anbieten wird. Diagnose und Therapie werden enger als bisher zusammenwirken und zusammen entwickelt.
Dr. Michael Meyer, Vice President Health Policy Siemens Healthineers
Dr. Matthias Suermondt, Vice President Public Affaires and Access Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Dr. Matthias Suermondt, Vice President Public Affaires and Access Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin war Co-Referent. Er stellte die Frage, welchen Beitrag die pharmazeutische Industrie im Besonderen im Kontext der demographischen Herausforderung für einen kooperierenden und integrierten Versorgungsansatz leisten kann. 
Kurz & Knapp: Diskussionsschwerpunkte und Eindrücke
Auf Erfolg darf man sich nicht ausruhen.
Treiber des Erfolgs im Gesundheitswesen, da sind sich die Herren einig, sind Investitionen in Forschung und Innovation. Auf Erfolg darf man sich nicht ausruhen, „sonst schläft man schon einmal ein“ und verpasst die wichtigen Entwicklungen. Richtet Herr Dr. Meyer den Blick in die Zukunft, geht es um drei wichtige Themen: Integrierte Benutzerfreundlichkeit über die Sektoren hinweg, Automatisieren und Standardisieren von Abläufen in der Versorgung und um personalisierte Medizin (big data).
Starker Partner für medizinische Dienstleistungsunternehmen
Weltweit sind Krankenhäuser in den nächsten Jahren mit 10 Kernthemenfelder konfrontiert. Dazu gehört u.a. auf dem Stand der aktuellen medizinischen Entwicklungen (Clinical Capabilities) zu sein, Versorgungsqualität am „Patient Outcome“ zu messen, Abläufe und Prozesse effizienter zu gestalten (Process Efficiency) und nicht zuletzt nachhaltige finanzielle Ergebnisse zu erzielen (Financial Performance) . Siemens Healthineers sieht sich hier als beratender Lösungsanbieter und ist auch bereit, Geschäftsmodelle gemeinsam zu entwickeln. 
Kooperation mit marktfremden Playern
Herr Dr. Suermondt sieht in Digital Heath einen entscheidenden Schlüssel dazu, in der älter werdenden Gesellschaft mehr Lebensjahre mit höherer Lebensqualität erreichen zu können. Heute investiert der Gesundheitssektor mehr in Digitalisierung als in Biotech. Die Ansätze von Sanofi liegen dabei unter anderem in Kooperationen mit marktfremden Playern wie z.B. Google. Das Joint Venture zwischen der Google-Tochter und Sanofi heißt „Onduo“. Gemeinsam werden in diesem neuen Unternehmen umfassende Lösungen entwickelt, indem es Geräte, Software, Medizin und professionelle Betreuung für ein einfaches und intelligentes Krankheitsmanagement im Bereich Diabetes zusammenführt.
Kompromisse erforderlich
Wünschenswert und erforderlich ist die Zusammenarbeit aller Sektoren. Nur so ist es möglich, Ausgaben nachhaltig zu senken und Versorgung zu verbessern. Das erfordert jedoch Kompromisse, Um- und Weiterdenken aller Beteiligten.
Am Abend: „Mein lieber Schwan“ & Assistierende Mikroelektronik
So hieß nicht nur das Restaurant, in dem man sich zum Essen und Diskutieren traf. Prof. Dr. Georg Fischer vom Lehrstuhl für Technische Elektronik Erlangen und Mitglied im Medical Valley plädierte leidenschaftlich und überzeugend für die Sinnhaftigkeit und das Potential von assistierender Mikroelektronik. Als Praxis-Beispiel brachte er das „Demenzpflaster“ mit, das den Standort des Patienten orten kann. Es wurde in Zusammenarbeit mit Gerontologen, Gesundheitsökonomen, Ingenieuren, Ärzten, Kostenträgern und älteren Personen im Medical Valley entwickelt. 
Prof. Dr. Georg Fischer, Lehrstuhl für Technische Elektronik Erlangen
Der Feuerabend ist das Format, zu dem Mitglieder des tranSektoris FORUMs (Alumni, Gastgebende, Referent*innen) zum Kennen lernen und Vernetzen eingeladen werden.
Dabei war an diesem Abend auch Dr. Thomas Bahr, Referent im vorigen Impact Programm. 

Zweiter Tag:
Feedback und Einblicke in den Arbeitsalltag
Eindrücke, Ideen, Impulse des ersten Tages wurden gemeinsam diskutiert und festgehalten. 
Stefanie Woerns, Vorstandsmitglied der Stiftung Gesundheit
Stefanie Woerns stellte den anderen Teilnehmer*innen vor, was ihr Aufgabenbereich als Vorstandsmitglied der Stiftung Gesundheit Hamburg umfasst.
Case Study: „Zertifizierung therapienaher Apps“
In Gruppen wurden mit unterschiedlichen Fragenstellungen Ideen und Vorschläge entwickelt, wie eine sinnvolle und qualitätsgesicherte Zertifizierung von therapienahen Apps für unterschiedliche Stakeholder aussehen sollte. 


[Bildergalerie] [Programm 2016]

















